Deutsche Einzelmeisterschaften U21 am 15.03.2014 in Frankfurt/Oder

19. März 2014 in Allgemein

Nachdem sich Tasmin und Viola 4 Wochen zuvor bei den Mitteldeutschen Meisterschaften mit einem 3. Platz für die Nationalen Titelkämpfe qualifizieren konnten, machten wir uns an einem dunklen Samstagmorgen, nämlich 5 Uhr, auf den Weg nach Frankfurt/Oder. Mit an Bord waren neben den beiden Kämpferinnen Vivien als Schwester und Fan, Mario als wachhaltender Beifahrer und Antje als Fahrer und Betreuer.

Kurz nach 7 kamen wir in der schönen Brandeburghalle an und freuten uns wie immer über die Ausrichter, die darauf verzichteten, Eintritt zu verlangen. Wir suchten unseren schon angestammten Sitzplatz, gingen Vorwiegen und verbrachten dann erstmal noch eine viertel Stunde auf der Tribüne und warteten darauf, dass die Schlange vor dem Wiegen und vor allem vor der anzugkontrolle kürzer wurde. Bei den Deutschen Meisterschaften ab U21, müssen die Kämpfer nämlich noch vor Wettkampfbeginn sowohl den weißen als auch den blauen Anzug vorlegen und zeigen, dass sie auch wirklich beide Wettkampfaufnäher drauf haben – also sprich auch wirklich 25 Euro gelöhnt haben. Naja auch das haben wir überstanden und nach gemütlichem Frühstück und geruhsamen Haare zur Wettkampffrisur stylen, machten sich Viola und Tasmin warm. Als die beiden auf der Matte waren, kam dann das Überraschungskomitee, bestehend aus Maks, Martin und Beni an. Tasmin und Viola waren wirklich überrascht – schön!

 

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Nun ging es Schlag auf Schlag: die Listen erschienen, der Aufmarsch der Landesverbände erfolgte (alle Teilnehmer stellten sich hinter das jeweilige Schild) und die Nationalhymne erklang. Nach 2 oder 3 kurzen Reden konnte der wettkampf beginn – jedoch nicht ohne die wichtigste Information des Tages: „Das Trommeln auf den Werbetafeln ist verboten“…

 

Viola hatte -57kg (26 Teilnehmer) auf Matte 3 nur 4 Kämpfe vor sich. Tasmin -70kg (24 Teilnehmer) auf Matte 4 noch 5 Kämpfe. Also begaben wir uns gleich an die Matten. Es kam wie es kommen musste – so ein Mist – beide waren am Ende exakt zeitgleich mit Kämpfen dran:

Viola hatte es mit Julia Knosp (Sindelfingen, Württemberg) zu tun: Und obwohl die Württembergerin Viola vom Griff her überhaupt nicht lag, steigerte sich Viola im Kampf zunehmend, schaffte es den Griff der Braungurtin immer mehr zu verhindern und suchte ihre Chancen und hatte wenn vielleicht auch eine Außenseiterchance dennoch eine Chance und kam auch zu gefährlichen Angriffen… wären die Kampfrichter heute nicht so freigiebig mit den Strafen und die Sindelfingerin nicht so taktisch klug gewesen… Viola kassierte innerhalb der ersten beiden Kampfminuten 3 Shidos für Raustreten, Passivität und Runterziehen und musste dann natürlich mehr Risiko gehen und wurde bei einem Ko-uchi-gari-Angriff gekontert. Schade, der Kampf hätte im weiteren Verlauf sicher interessant werden können.

 

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Tasmin traf auf Britta Exner (Potsdam, Brandenburg) und hatte es mit einer ähnlich taktisch klug kämpfenden Gegnerin zu tun. Auch Tasmin sammelte, auch dank der freigiebigen Kampfrichter, Shido um Shido – ebenfalls für Raustreten und Passivität. Am Mattenrand kam sie zu einem echt guten Soto-maki-komi-Ansatz, leider nach dem Matte-Zeichen und ohne Wertung. Ohne Zögern kam dann auch leider der 4. Shido und damit der Hansokumake. Schade! Es war vorbei bevor es richtig anfangen konnte. Und die Enttäuschung war natürlich erstmal groß. Aber man darf ja mal nicht vergessen, dass wir hier immerhin auf einer Deutschen waren und als Freizeitsportler fast ausschließlich gegen Leistungssportler an den Start gehen. Und dafür hat Tasmin sich wirklich gut geschlagen. Hat versucht das Konzept – hart im Griff und Verhindern des gegnerischen Griffs – umzusetzen. Klar kam sie leider kaum zu eigenen Ansätzen, aber: die Gegnerin auch nicht! Also unterm Strich doch zwar nicht super klasse, aber für die Ebene des Wettkampfes auch kein Weltuntergang.

 

Wir verzogen uns auf die Tribüne und beobachteten weiter die Kämpfe und vor allem die beiden Gegnerinnen von Viola und Tasmin, denn diese beiden mussten nun bis ins Halbfinale kommen, damit die Weixdorferinnen ind die Trostrunde kommen konnten. Dem war leider nicht so. Beide verloren ihren nächsten Kampf. Violas Gegnerin zwar knapp, aber verloren ist verloren. Und Tasmins Gegnerin traf auf die spätere 3. Platzierte und hatte auch nichts zu lachen. Damit waren Viola und Tasmin aus dem Wettkampf ausgeschieden, wir alle blieben jedoch noch und sahen zu 8. noch jede Menge spekatkulärer Kämpfe (viele Ausheber in der 81 und 90) sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Vor den Finals drehten wir wieder das Glücksrad und gewannen diesmal alle etwas spektakulärere Preise, da wir es alle schafften, bei 3 Versuchen 2 Treffer zu erzielen. Unsere Gewinne sowie die Teilnehmer-T-.Shirts an Viola und Tasmin könnt ihr auf dem Gruppenfoto sehen.

 

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Nach den Finals begaben wir uns auf den Rückweg und machten selbstverständlich Stopp bei Mc…nein diesmal wieder BurgerKing. Wir erwischten ein total runtergekommenes und völlig unorganisiertes Lokal am Berliner Ring und benötigten eine geschlagene Stunde, um dort wieder raus zu kommen 🙂 Danach begab sich auto Beni mit Maximalgeschwindigkeit auf den Heimweg, um noch Moritz abzuholen und dann zu Steffen und Brodi zu eilen, um bei der Wunderkerzen-Überraschung der beiden mitzumachen. Auto Antje schläferte zur Vergrößerung des Abstandes den Motor ein und schlich mit Tempo 100 über die Autobahn und wurde sogar vom Berliner Linienbus überholt… Aber es hatte sich gelohnt. zu den bereits genannten Jungs stießen doch noch Julia, André und Fred in letzter Minute und empfingen die beiden Teilnehmerinnen mit Wunderkerzen in der Dunkelheit. Danach machten wir es uns alle noch bei einem Prosecco und Kuchen gemütlich, bevor die müden Körper sich so langsam zerstreuten.

 

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Es war – wie immer – ein erlebnisreicher Tag!

Und vergeßt trotz der Niederlage und Enttäuschung nicht: es war eine tolle Leistung, dass ihr euch qualifiziert habt!

Zusammenfassung:

Name Altersklasse Gewichtsklasse Teilnehmer ges. gew. verl. Platz
Viola Haupt U21 – 57 26 1 0 1
Tasmin Hirschfeld U21 – 70 24 1 0 1

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