An einem Samstag Mitten in den Ferien wollten Emilia, Nina und Finn Jr. in der U18 und Finn Sr., Leif und Titus bei den Männern mal brandenburgische Wettkampfluft schnuppern und sich mal mit anderen Gegnern messen.

Das Turnier war bestens organisiert und der Zeitplan wurde super eingehalten.
Die Männer U18 waren mittags nach der U11 die ersten und Finn Jr. begann -55 kg (11 Teilnehmer) ohne Freilos gegen einen Niederländer, mit dem er im Griff zwar mithalten konnte, aber nicht zu eigenen Ansätzen kam und 2x Waza-Ari fiel. In 2. Kampf nutze auch das weite Fahren nicht, es ging gegen den Nachbarn aus Lichtenberg, der ihn buchstäblich auf dem falschen Fuß erwischte und in der Festhalte festnagelte. Damit war Finn ausgeschieden.
Emilia waren -52 kg (5 Teilnehmer) vier Kämpfe sicher. Gegen die Osnabrücker Blaugurtin fand sie kein Mittel und musste sich nach voller Kampfzeit geschlagen geben. Im Dauerduell gegen die Bautznerin zog Emilia auch heute den kürzeren nach Waza-Ari-Rückstand wurde ihr tiefer Seoi-nage als Konter der Gegnerin zugesprochen. In den beiden letzten Kämpfen wollte sie es aber wissen. Erst gewann sie mit Hebel im Golden Score und dann mit 2 tiefen Seoi-Nage. Die erste Niederlage nur mit Waza-Ari wurde hier noch ganz wichtig, auf Grund der besseren Unterpunkte belegte Emilia am Ende den 2. Platz.

Nina musste -70kg (7 Teilnehmer) im 4er Pool ran und siegte zu Beginn souverän mit Waza-Ari und anschließender Festhalte. In Kampf 2 wurde Ninas Yuko zurückgenommen und sie verlor denkbar knapp im Golden Score. Kampf 3 endete ebenfalls mit einer sauber herausgearbeiteten Festhalte und im Halbfinale nutze Nina gegen die Siegerin des anderen Pools clever einen Konter. Im Finale wollte Nina nun Revanche gegen die 2. Gegnerin und diese gelang. Mit taktisch klugem Griffkampf nutze Nina einen Yuko und den Übergang zum Boden und nagelte sie in der Festhalte fest. Damit Platz 1 für Nina.

Die Männer begannen fast pünktlich 16 Uhr aber kämpften leider fast immer gleichzeitig.
Finn Sr. startete -66kg (16 Teilnehmer) fulminant gegen einen Niederländer mit schöner Fege und Sode-tsuri-komi-goshi. Auch im nächsten Kampf war er siegreich und zwar mit 5! Im Halbfinale lieferte er dem Berliner Schwarzgurt einen starken Kampf über fast die volle Zeit, konnte seine Techniken aber einfach nicht durchbringen und musste sich einem Waza-Ari geschlagen geben. Dass der Berliner gewann ging voll in Ordnung, dass Finns Konter am Ende jedoch dem Gegner zugesprochen wurde, war nicht so ganz nachvollziehbar. Im Kampf um Platz 3 wurde es nicht leichter. Der Hamburger erwischte Finn sensationell mit Tomoe-nage und beförderte ihn in den 7. Himmel. In einem tollen Kampf konnte er den Waza-Ari einfach nicht ausgleichen, hatte den 5. Platz aber wahrlich verdient.

Leif hatte -73 kg (17 Teilnehmer) kein Freilos und gewann zügig mit 2 Waza-Ari. Im 2. Kampf fand er gegen den Hamburger Schwarzgurt keine Möglichkeit zur eigenen Wertung und musste mit 2 Yuko auf den langen Weg in die Trostrunde. Dort traf er direkt wieder auf seinen ersten Gegner und besiegte ihn mit einer wunderschönen Fege. Es folgte Kampf 4 mit Yuko für O-soto-gari und Ippon für Sode-tsuri-komi-goshi und auch in Kampf 5 behielt er souverän die Oberhand und kämpfte sich so in den Kampf um Platz 3, in dem es leider auch gegen den Lichtenberger Nachbarn ging. In einem Kampf über die volle Zeit musste Leif einige Widrigkeiten überstehen, nicht alle Shidos wurden gegeben, ihm gelang aber leider auch keine eigene Wertung und so verlor er mit einem Yuko denkbar knapp und belegte auch einen starken 5. Platz.

Titus war -90 kg (12 Teilnehmer) nach Potsdam gefahren, um gegen einen Leipziger zu kämpfen. Schade! Gegen den großen Blaugurt gelang es ihm immer besser im Griff zu dominieren. Ein Shido für ewig langes Gürtelfassen wurde nicht gegeben und dem Leipziger gelang daraus auch noch ein Fußwurf. Den Waza-Ari konnte Titus nicht mehr aufholen. Dass sein letzter mutiger Ansatz gekontert wurde, war belanglos. In der Trostrunde gewann Titus zügig mit schöner Festhalte und traf nun in der Trostrunde wieder auf seinen ersten Gegner. Ärgerlich! Die Revanche gelang nicht. Er geriet mit Yuko in Rückstand und auch diesmal wurde das Risiko für einen mutigen Osoto nicht belohnt. Der große Leipziger hatte einfach die besseren Hebel und Titus schied leider aus.
Gegen 19:30 Uhr verließen wir die Halle mit dem guten Gefühl, dass sich dieser Ausflug wirklich gelohnt hat und wir richtig viel Kampfpraxis mit verschiedensten Gegnern sammeln und uns auf dieser Ebene wirklich beweisen konnten!
