Am ersten Tag des BMW-Cups waren die U13 und U18 dran. Die U13 durfte als Erste auf die Matte.
Bei 7 Startern in der Gewichtsklasse -44kg hatte Isabel als Einzige ein Freilos und stand schon
im Halbfinale. Gegen ihre rechtsgreifende Gegnerin aus Bernau kämpfte sie mit linker Griffart. Damit hatte sie super Kontrolle. Dann ließ sie aber kurz locker, was ihre Gegnerin direkt mit einem Wurf und einem Yuko ausnutzte. Isabel konnte aber direkt zurückschlagen und konterte einen Uchi-mata mit Uchi-mata-gaeshi. Dies brachte zwar keine Wertung, ermöglichte ihr aber direkt danach eine Tateshiogatame für Ippon. Ihre bereits aus Jena bekannte Finalgegnerin konnte Isabel mit ihrem Griff nicht kontrollieren. Schnell kassierte sie einen Wazaari gegen sich. Dennoch konnte sie im Griffkampf mithalten und beinahe erneut wie im ersten Kampf kontern. Der Uchi-mata der Jenaerin war aber leider zu sicher und Isabel fiel auf Ippon. Damit hatte sie sich trotzdem einen starken 2. Platz erkämpft.
Julius startete +55kg in einer gut besetzten Gewichtsklasse mit 9 Startern. Dem ersten Gegner aus Halle lief er zunächst nur hinterher und startete defensiv in den Kampf. Noch bevor die erste Minute vorbei war, konterte er den Hallenser aber mit Tani-otoshi. Dieser Wurf wird in der U13 noch nicht bewertet, aber die Kampfzeit läuft weiter. So landete Julius direkt in einer Kesagatame und arbeitete sich ins Halbfinale vor. Der Leipziger und er kämpften auf Augenhöhe. Trotzdem traute sich Julius keine große Technik zu und erhielt einen Shido für Inaktivität. Sein Kontrahent wiederum tauchte unter ihm durch und rollte ihn einmal über den Rücken – zum Glück nur auf Wazaari. Das half Julius aber nicht viel aufgrund der folgenden Festhalte. Im Kampf um Platz drei änderte er seinen Kampfstil leicht und setzte mehr Fußwürfe an, was ihm zumindest den Shido ersparte. Der Griffkampf gestaltete sich aber härter. Auch wenn es am Ende sein längster Kampf mit über zwei Minuten war, wurde er vom Riesaer doch noch auf Ippon geworfen. Mit einem 5. Platz kann man hier aber immer noch zufrieden sein.
Ida kämpfte -57kg mit 7 anderen Starterinnen. Gegen ihre erste Kontrahentin vom PSV Olympia Berlin ließ sie sich lange Zeit, um ihren Lieblingsgriff zu erarbeiten. Zwischendurch streute sie aber auch eine Fegetechnik für Yuko ein. Als sie dann aber ihren Griff hatte und eindrehte, bekam sie keine Wertung, sondern einen Shido, da sie zu schnell auf die Knie gegangen war. Dafür klappte es beim zweiten Ansatz und sie konnte die Technik mit einer Festhalte zu Ippon vervollständigen. Die Nienhagenerin im folgenden Halbfinale nutzte geschickt die Regeln aus, um einen Nackengriff zu bekommen. Als Ida ihr dann auch noch unglücklich aufläuft, wurde sie direkt auf Ippon geworfen. Im Kampf um Platz drei lernte Ida daraus und erarbeitete sich ihre Fassart aus dem Ziehen. Schnell konnte sie so die Puchheimerin werfen und eine Kesagatame anschließen. Den 3. Platz hatte sie sich so gut verdient.
U18
Die U18 bestehend aus Emilia, Johanna und Alisa konnte ausschlafen und kam in Leipzig an, als die U13 in vollem Gange war. Nach Wiegen und Erwärmung in der Nachbarhalle ging es pünktlich 14 Uhr los. Nur leider nicht für uns.
Nach gefühlten 2h durfte Alisa als erstes ran. Die -52kg bestand nur aus 5 Teilnehmern, es wurde KO-System gekämpft und Alisa hatte kein Freilos. Gegen die Frankfurter Grüngurtin dominierte sie den Kampf und sammelte Waza-Ari und Yuko und geriet dann leider völlig unnötig im Übergang Stand-Boden in die Festhalte. Im Kampf um Platz 3 ging Alisa mit Tani-otoshi zu viel Risiko und wurde gegengekontert. Damit der undankbare 5. Platz.
Johanna und Emilia mussten – 48kg (9 Teilnehmer) noch länger warten. Johanna hatte kein Freilos und machte gegen die Berlinerin einen guten Kampf. Ein super angesetzter Kosoto-gake wurde überraschend gekontert. Emilia ging über die volle Zeit und ins Golden Score gegen eine Bremer Braungurtin und unterlag denkbar knapp mit Yuko für eine Bauchlandung. Beide mussten in der Trostrunde weitermachen unglücklicher Weise gegeneinander: Johanna ging früh mit Yuko in Führung, doch Emilia legte in der 2. Kampfhälfte mit Waza-Ari nach und so war nur noch eine Weixdorfin im Rennen. Emilia besiegte die Rodewischer Blaugurtin im Anschluss mit tiefem Seoi-nage und schneller Reaktion im Übergang vom Boden zum Strand. Im Kampf um Platz 3 lieferten sich Emilia und ihre Bautzner Dauerrivalin einen offenen Schlagabtausch, der jäh mit einem lang analysierten Hansokumake für Angriff gegen die Wirbelsäule endete. Und so blieb auch Emilia nur der enttäuschte 5.Platz.
Kurz nach 20 Uhr verließen wir völlig erschöpft die Halle – schon enttäuscht, aber um viele Erfahrungen reicher. Jetzt müssen wir sie nur nutzen!
