Am Sonntag, dem 02.08.2026, trafen sich bei bestem Wetter 35 Judoka pünktlich um 13 Uhr am Lidl, um sich wie jedes Jahr ins Abenteuer Sommercamp 2026 zu stürzen. Die Autos waren schnell beladen, sodass es schon bald Richtung Burg im Spreewald losgehen konnte. In Burg angekommen, wurden zügig die neun Bungalows bezogen, die für die kommende Woche unser Zuhause sein sollten.

Wie jedes Jahr folgte auch das Sommercamp 2026 wieder einem Motto, auch wenn es dieses Jahr etwas anders sein sollte. Nach dem Beziehen der Bungalows kamen nämlich die beiden Zauberer Prof. Snape (Finn W.) und Viktor Krum (Titus) mit dem sprechenden Hut im Gepäck. Dieser hatte die Aufgabe, die Teilnehmer in die Familien Potter, Black, Malfoy, Weasley und Longbottom einzuteilen, was ihm auch unter einigem Gelächter sehr gut gelang.






Dem aufmerksamen Sommercampler oder Sommercamp-Verfolger ist vielleicht schon aufgefallen, dass es das Motto „Zauberschule“ bereits beim Sommercamp 2018 gab. Das war natürlich kein Zufall. Das Sommercamp 2026 ist anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Judos in Weixdorf ein Jubiläums-Sommercamp. Dabei steht jeder Tag (mit Ausnahme des Rallye Dienstags und des Abreise Sonntags, die dasselbe Motto haben) unter einem Motto eines Sommercamps der vergangenen Jahre. Die Teilnehmer konnten sich also noch auf sechs weitere Mottos freuen, auch wenn das zu diesem Zeitpunkt dem Großteil noch gar nicht klar war.
Da das Motto „Zauberschule“ also nicht die ganze Woche bestehen bleiben sollte, änderten sich im Laufe des Camps auch die Familien- bzw. Gruppennamen noch zu den Spreekanuten (ehem. Potter), den Burg-Prinzessinnen (ehem. Black), den LATAFFI Space Gorken (ehem. Malfoy), den Darth Wiesel (ehem. Weasley) und den Wachs-mal-Stiften (ehem. Longbottom). Außerdem erhielten zu Finn W. und Titus noch drei weitere Zauberschüler besondere Namen. Finn P. trägt seitdem den Namen Prof. Remus Lupin, Martha ist unter dem Namen Helga Hufflepuff bekannt und Anthony wurde nur noch Hagrid genannt.


Bei einer kleinen Gruppenaufgabe musste anschließend ein Plastikeutel so befüllt werden, dass er samt Inhalt exakt 13 g wog. Danach ging es auch schon zum Abendessen, bevor der Abend bei einer gemeinsamen Spielrunde gemütlich ausklang.





Der Montag stand unter dem Thema Asterix und Obelix. Der Morgen startete mit einer Ansprache von Gaius Pupus, der von Johanna gespielt wurde. Anschließend wurden die Namen für den Tag verteilt: Katharina bekam Popeline, Albin wurde zu Majestix, Steffen zu Miraculix, Antje zu Adrenaline und Hanna zu Zaza.

Am Vormittag standen spannende Teamduelle in Volleyball und Fußball auf dem Programm. Die Spiele waren größtenteils sehr knapp und sorgten für viel Spannung und gute Stimmung. Gaius Pupus übernahm dabei die Ansage der einzelnen Spiele und führte die Teams durch den Vormittag.
Nach dem Mittagessen ging es gemeinsam an den Badesee. Dort konnten wir bei schönem Wetter einen entspannten und abwechslungsreichen Nachmittag verbringen. Natürlich durfte auch eine Abkühlung nicht fehlen, und so wurde noch ausgiebig im Wasser gebadet, gekämpft und gemeinsam eine schöne Zeit verbracht.
Abends saßen wir dann noch alle zusammen und haben Gemeinschaftsspiele, wie zum Beispiel Zip-Zap gespielt und die neuen Namen geübt.

Dienstag – 18 Jahre Sommercamp an einem Tag
5 Teams, die LATAFFI Space Gorken, die Spreekanuten, die Wachs-mal-Stifte, die Darth Wiesel und die Burg-Prinzessinnen streiften mit ca. 20 min Abstand durch die Sommercamps vergangener Jahre. Die spannende Geschichte um die verschwundene „Goldene Gurke“ war unser Reiseführer in Form von Zeitungen aus der jeweiligen Themenwelt.
Es gab keinen vorgegebenen Weg, die Gruppen mussten sich mit analoger Karte orientieren und ihren Weg von Station zu Station selbst finden. Das klappte auch meistens. Nur die Darth Wiesel und die Burg-Prinzessinnen legten ein paar Extra-Kilometer ein.
Zur Station 1 ging es auf dem „Pfad des Schreckens“ durch die Welt der Zauberer von Hogwarts (2018). Die Stationsaufgabe, das balancieren einen Tischtennisballs auf dem Zauberstab auf einem kurzen Parcours war ganz schön schwierig.

Auf dem Weg zur Station 2 lösten die gallischen Helden „Asterix und Obelix“ (2017) die Zauberer ab und versuchten nach Rom zu gelangen, einer kleinen Schutzhütte am Rande des Wegs. Wie im verrückten Haus, waren einige Papiere durcheinander geraten und jeder musste sich seine Lösung zusammenrätseln. Das Zeitlimit von 10 Minuten war dabei keine kleine Hürde.

Weiter ging es durch den Märchenwald (2008), wo Hänsel und Gretel sich an Station 3 ohne Brotkrumen orientieren mussten. Eine Strecke von 10 Metern mit verbundenen Augen gerade aus laufen ist gar nicht so einfach. „Ach du meine Nase!“ hätte wohl Pittiplatsch gesagt.

Kaum aus dem Märchenwald heraus übernahmen die Piraten (2022) aus aller Welt das Kommando. An Station 4 grüßte Kapitän Schwarzgurt mit der kleinen Piratenprüfung. Da rauchten die Köpfe der jungen Aspiranten.

Frisch gestärkt ging es im Raumschiff zu Station 5. Die Rekonstruktion der Freundschaftsbücher unserer Starwars (2016) -Helden machte großen Spaß. Was auch sonst, wenn das Lieblingsfach die Mittagspause ist.

Die Schlümpfe (2014) erwarteten die Reisenden mitten in Burg an Station 6. Auf dem Konzertplatz von „Schlumpfhausen“ wurde ein Wettbewerb in Schlumpfhoppe absolviert. Im Roadbook versteckt liegt ein kleiner Umschlag. Die Schlümpfe des Teams bekommen heute ihren Namen. Aber wer ist nochmal der Schlumpf im Team? Na klar – die BLAUEN. Zum Glück waren sie an der T-Shirt-Farbe leicht zu erkennen, meistens jedenfalls.

Bevor es zur Station 7 weiterging versorgten sich alle Teams mit Proviant und Eis. Mittlerweile war der Nachmittag schon weit fortgeschritten und erste Sorgen machten sich breit, ob es alle rechtzeitig bis zum Abendessen zurück in die Jugendherberge schaffen würden.
Endlich. Station 7 – Hier wurde sie gefunden die Goldene Gurke. Leider etwas versteckt zwischen anderen Spreewaldgurken(2012). Eine Blindverkostung verschiedener Spezialitäten musste klären, ob die Teams qualifiziert sind, die Gurke sicher zu identifizieren. Alle Teams meisterten die Aufgabe sicher, auch wenn einzelne der Geschmack nicht so mochten, bää.

Nach langer Wanderung mit viel Spaß und vielen Pausen gab es noch ein Happy End. Auch das letzte Team schaffte es (fast) rechtzeitig zum Abendessen.
















Das Motto des Tages (Mittwoch) wurde verkündet: Star Wars. Standesgemäß bekamen alle Teilnehmenden im schwarzen Sommercamp T-shirt ihren Campnamen: Han Sole Mio, die Imperatorin, C6H12O6, Obi Con Knoti, Meister Kinsa.
Wir mussten uns erstmal von der Rallye erholen, daher entspannten wir am Vormittag mit kreativen Tätigkeiten.





Jeder konnte eine fliegende Untertasse (Frisbee) aus Stoff bemalen und eine Zweite aus Papier mit wunderbarer Beleuchtung bauen und kreativ gestalten.
Dabei sind viele kleine individuelle Kunstwerke entstanden.





Nach dem Mittag gab es dann eine kurze Siesta und danach erstmal einen Trank der Macht für Alle. Dann wurde passend zum Motto ein Laserschwertkampf ausgetragen.










Nach dem Abendbrot, in der Abenddämmerung ließen wir dann die leuchtenden fliegenden Untertassen übers Gelände fliegen.


Der Donnerstag war der Tag der Piraten. Am frühen Morgen wurde in der Spree eine Flaschenpost vom Käpten Schwarzgurt gefunden. Klaus Störtebecker (Niklas) fand die Flaschenpost und trug sie der Judo Crew vor. Danach wurden die anderen Namen der Ehrenpiraten verteilt. Tobi wurde zu Käpt’n Flint, Matti erhielt Blackbeard, Florian wurde zu Käpt’n Hook und Emilia zu Jack Sparrow. In der Flaschenpost wurden noch zwei Aufgaben gefunden. Die erste Aufgabe war es, während der heutigen Kanutour einen Schatz zu verteidigen, den jede Gruppe bekam (Muscheln). Die zweite Aufgabe war es, dass jede Gruppe einen Schatz finden sollte. Danach ging es zum Frühstück und zum Packen der Lunchpakete.

Gestärkt vom Frühstück machten sich die Leute, die mit dem Boot zum Bootsverleih fuhren, bereit, um in See zu stechen. Die anderen kamen mit den Autos nach. Nach einer dreiviertel Stunde Bootsfahrt trafen sich dann alle am Bootsverleih, um sich auf die weiteren Boote zu verteilen.
Vollgepackt und eingestiegen in die Boote, startete die wilde Reise. Schon nach wenigen Minuten war der Kampf um die Muscheln in vollem Gange. Dabei gelang es dem einen oder anderen Team, eine Muschel zu ergattern. Viele Kreuzungen und Schleusen weiter machten wir dann eine kleine Mittagspause auf dem Wasser. Auch hier ging es nochmal heiß her im Kampf um die Muscheln. Doch dann hieß es Kampfpause, da wir durch stark befahrene und enge Gewässer fuhren. An einer Kreuzung mit einer Schleuse machten wir dann am Nachmittag nochmal eine lange Pause, bei der wir aus den Booten ausstiegen um die nötigen Geschäfte zu machen und sich die Beine zu vertreten. Anschließend ging es in die letzte Etappe. Bei der sich auf der Hauptspree unsere Wege trennten. Alle mit ausgeliehenen Booten fuhren flussabwärts Richtung Bootsverleih zurück, die anderen schipperten auf der Spree weiter bis zur Jugendherberge.
Als wir nach der langen Kanutour und einigen nassen Ausrutschern endlich im Camp angekommen waren, gab es Abendbrot. Wir haben Spiele gespielt, und die Auswertung der großen Piratenaufgaben stand auf dem Plan.








Der Freitag startete mit einem Besuch von einer mysteriösen Person namens Hans Christian Grimm. Nachdem die neuen Namen direkt verteilt wurden, las er uns aus seinem Buch ein Märchen vor, in der die kleine Meerjungfrau gemeinsam mit Aschenbrödel, auf die böse Stiefmutter und den großen bösen Wolf trafen. Diese Geschichte wurde von den Neubenannten szenisch dargestellt.




Mit Stift in der Hand, versammelten sich alle nach dem Frühstück zum Postkartenschreiben, um Freunden oder Bekannten zu berichten, was bisher alles so erlebt wurde. Währenddessen nahm Herr Gimm immer ein Team mit sich und brachte es zu ihrer nächsten Aufgabe. Hier ging es darum, die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen zu sortieren. Da es keine Tauben gab, war nun jedes Team aufgefordert, diese Aufgabe so schnell wie möglich zu absolvieren.
Sobald alle ihre Postkarte fertig geschrieben hatten und jedes Team die Guten und Schlechten aussortierte, startete nach dem Mittagessen der Boccia-Wettkampf und das Frisbeegolf. Beim Boccia traten immer zwei Teams gegeneinander an, bei dem jeder versuchte, die eigene Bocciakugel so nah wie möglich an einen kleinen weißen Ball zu werfen. Dem Schiedsgericht fiel es nicht immer leicht, zu entscheiden, welche Kugel näher war, denn hier zählte jeder Zentimeter. Während des Boccia wurde nebenbei Frisbeegolf gespielt. Hier musste ein Frisbee durch alle Gürtelfarben durchgeworden werden – manchmal sogar vom Dach aus – und das in so wenigen Würfen wie möglich.



Und nachdem auch hier jeder sein Frisbee ins Ziel werfen konnte, neigte sich dieser Tag dem Ende zu. Nach dem Abendessen saßen alle beisammen und jeder lernte das neue Holzfällerspiel kennen. In diesem Spiel fällte der Vater von Hänsel und Gretel einen Baum mit den Lauten „HA“ „HO“ „HU“. Traf jemand das Holz jedoch an der falschen Stelle, schied dieser aus dem Spiel aus.
Danach gingen alle zu Bett und freuten sich auf den nächsten Tag, an dem das nächste Motto angekündigt wurde.
Schnell war auch schon der vorletzte Tag des Sommercamps angebrochen, welcher ganz im Zeichen der Gurke stand. Dieses Thema kam erstmalig 2012 im Sommercamp vor. Am Vormittag gab es noch einige Wettkämpfe im Boule und im Tischtennis auszutragen. Dabei ist besonders der Gewinner des Tischtennisturniers zu erwähnen, welcher Albin war und so wichtige Punkte für sein Team sichern konnte.



Mittags machten wir uns erneut auf den Weg zur Badestelle, wo wir die Abkühlung im See genossen und unsere Lunchpakete aßen. Doch schon kurz danach wartete auf unsere Teams die Challenge des Gurkentages. Ein ganzes Glas Salz-Dill-Gurken sollte so schnell wie möglich gegessen werden. Für einige Teams mit vielen Gurkenliebhabern war dies eine einfache Aufgabe. Andere Teams hatten jedoch mit dem eigenen Geschmack von Salz-Dill-Gurken zu kämpfen.

Anschließend spielten wir in verschiedenen Gruppierungen Volleyball und Frisbee oder probierten unsere Jonglierfähigkeiten zu verbessern. Schließlich ging es zurück zur Unterkunft, wo am Bootsanleger ein ganz besonderer Gast auf uns wartete.


Neptun höchstpersönlich war mit seiner Nixe gekommen, um einige Sommercamp-Mitglieder zu taufen, welche in dieser Woche ganz besonders aufgefallen waren. So nahm er sich Jonas, Katharina, Isabel, Matti und Titus und begann, sie zu taufen. Zuerst ließ er sie von seinem Trank probieren, welcher den Teilnehmern das Atmen unter Wasser ermöglichen sollte. Anschließend wurden sie ins kühle Nass getunkt oder auch kurzerhand hineingeschmissen. Einige der Getauften entkamen dem besonderen Eigengeruch des Wassers am Bootsanleger, während andere sich und ihre Sachen danach mehrfach waschen mussten.








Am Abend, als alle wieder trocken und sauber waren, wartete noch eine Live-Show auf uns. Balian performte verschiedene Songs, begleitet von seinen Backgroundtänzerinnen Lily, Johanna und Ida.



So ging auch ein weiterer ereignisreicher und spannender Tag im Sommercamp zu Ende.
Sonntag – Abreise aus Schlumpfhausen
Schon mit schlumpfiger Musik geweckt, konnte das nur ein schlumpfiger Tag werden. Pünktlich zum Schlumpfstück erschien Papaschlumpf, brachte uns eine schlumpfige Variante des Tischspruchs bei und machte allerlei Schlumpfsagen.

Nach dem Frühstück mussten alle packen und ihre Hütten auf Vorderschlumpf bringen. Als da geschafft war, rief Papaschlumpf zur großen Sommercamp-Auswertung. Jeder Schlumpfling durfte nocheinmal sagen, was er gut (es war lustig) oder doof (Salzgurken) fand.




Anschließend das Spannendste – Die Siegerehrung der Teams. Jeder bekam eine Urkunde und eine Schlumpfmedaille. Aber welcher Platz ist es? Knapp ging es zu zwischen den beiden Führenden, den Darth Wiesel (2) und den Wachs-mal-Stiften (1). Gerade mal ein einziger Punkt machte den Unterschied aus. Mit etwas Abstand folgten die Space Gorken (3) und die Burg-Prizessinnen (4). Die Spreekanuten (5) sind zwar nicht gekentert (so wie andere Teams), hatten aber in den Wettbewerben häufiger mal Pech.





Text: Titus, Johanna, Antje, Robert, Maria, Niklas, Matti, Alisa, Nina