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Großer Preis von Jablonec / CZ am 24.03.2012 U17/U20

25. März 2012 in Wettkampfberichte

Wettkampfberichte

Früh am Morgen gegen 6 Uhr machte sich ein bis unter das Dach vollgestopfter VW-Sharan mit 6 Kämpfern auf nach Jablonec n.N. in Tschechien. Bei diesem international ausgeschriebenen Turnier nahmen in der U17 Lea Krause, Daniela Thalheim und Viola Haupt und in der U20 Adrian Orzyszek, Maximilian Lutoschka und Vivien Haupt teil.

Nach guten zwei Stunden kamen wir gerade rechtzeitig zum Wiegen an. Doch vorher war Startkartenkauf angesagt. Die Verständigung auf Englisch klappte auf Anhieb, nur hatte irgendetwas mit der Meldung nicht geklappt und keiner wusste was. So wurde der Chef der Veranstaltung zu Rate gezogen und der nickte alles wohlwollend ab. So wohlwollend, dass uns sogar das Startgeld erlassen wurde! Das freute uns natürlich sehr. Die Freude war sicher auch auf der anderen Seite, da wir neben ein oder zwei Polen an diesem Tag die wahrscheinlich einzige internationale Beteiligung waren.

Das Wiegen ging schnell über die Bühne, denn 600g Toleranzgewicht brachte auch so schnell niemanden in Verlegenheit.

Eröffnet wurde recht pünktlich kurz nach 10 Uhr. Die rein tschechischsprachigen Ansprachen und Ansagen waren allerdings etwas stressig. Daniela wurde gleich am Anfang aufgerufen. Laut Liste (gottseidank gab es Kopien für alle 😉 ) war es erst Vorbereitung.

Also alle ausgeschwärmt, um in Erfahrung zu bringen, was erlaubt ist und was nicht. Und tatsächlich: U17 kämpfte zwar mit Würge aber ohne Hebel, U20 war unbeschränkt.

Aber die Verwirrung hielt an: Der Erstgenannte kämpfte ohne Zusatzgürtel und der Zweitgenannte mit rot. D.h. internationale Regeln, was die Farben anging, aber ein weißer Gürtel durfte nicht getragen werden.

Letzte und entscheidende Frage war: Welche Matte…. z.B. “dadamie düi“ oder so war die zweite Matte, auf der Daniela und Viola starteten.

Daniela und Viola waren weit voneinander in der Liste eingeteilt, sodass vorerst keine Gefahr des Aufeinandertreffens gegeben war. Sie starteten in der GK -52kg, die mit 12 TN die am stärksten besetzte Gewichtsklasse bei den weiblichen U17 war.



Daniela

Ihre erste Gegnerin Lucie Procházková (orange) hatte Daniela gut im Griff. Zuerst punktete sie mit einer Hüfttechnik auf Yuko und machte den Sack mit einer satten Würge zu.

Tereza Nipauerovà (grün) war ein ganz anderes Kaliber. Dani konnte sich zwar gut halten, musste sich dann aber einer Festhalte beugen.

In der Trostrunde gab es dann wieder Verwirrung. Dani stand auf der Matte und kämpfte gegen Pavlina Koutecká (blau), als vom Richtertisch ein „matte“ angeordnet und der Kampf abgebrochen wurde. Freudestrahlend und beide Daumen nach oben hüpfte Danielas Gegnerin von der Matte und in unseren Gesichtern standen Fragezeichen über Fragezeichen. Eine schnelle Nachfrage am Richtertisch ergab, dass ein Kampf übersehen worden war und Daniela erst gegen die Siegerin aus diesem Kampf antreten musste. Erleichterung bei uns – und langes Gesicht bei Koutecká, die es nicht zur Begegnung mit Dani schaffte.

Alena Chwastarzová (blau) verlor im Laufe des Wettkampfes nur gegen die spätere Siegerin und nahm in dieser Begegnung Daniela in eine hammerharte Festhalte, aus der sie sich nicht mehr herausdrehen konnte.

Dani belegte damit den 7. Platz.

Viola

Ihre erste Gegnerin hieß Zuzana Reháková (grün) und war sehr energisch und zielgerichtet. Viola konnte zwar einige Male einen tiefen Seoi-Nage ansetzen, aber keine Wertung erzielen. Dann kam es zu einem seltsamen Yuko und dann noch einen Waza-Ari gegen Viola. Sie ließ sich aber nicht abschrecken und legte mit einem Konter ebenfalls einen Waza-Ari nach. Leider kam in Form eines weiteren Waza-Ari aufgrund Koshi-Guruma das Ende des Kampfes für Viola. Ippon für die Gegnerin.

Dabei fielen beide so ungünstig, dass Violas Knöchel mächtig gestaucht wurde.

Trotzdem startete sie im zweiten Kampf gegen Veronika Drabinová (orange) und holte sich im Eiltempo mit tiefen Seoi-Nage einen einwandfreien Ippon.

Als drittes musste sie Lenka Jirkù (blau) gegenübertreten. Diese hatte einen sehr aggressiven Kampfstil und wollte weiter ins kleine Finale. Viola aber auch. Zuerst brachte sie eine Hüfttechnik durch – Waza-Ari und dann hielt sie ihre Gegnerin noch 20 sec in einer Festhalte – Ippon.

Nun ging es um den dritten Platz. Die Kontrahentin hieß Tereza Nipauerová und trug grün. Leider fing sich Viola einen schmerzhaften Stoß in die Bauchgegend ein. Nach einem Wurf mit Waza-Ari gegen Viola landete sie in einer Festhalte, die sie wegen Schmerzen und Luftmangel abschlagen musste. Ihre Gegnerin wurde damit Dritte und hatte auch nur gegen die spätere Siegerin verloren.

Damit 5. Platz für Viola.

Lea U17 -44kg 2 TN

Leas einzige Gegnerin hieß Lucie Wiesnerová. Lea versuchte verschiedene Techniken anzusetzen, aber ihr Gegenüber stemmte hartnäckig und hielt sich so Lea erfolgreich vom Leib. Dann brachte sie einen Koshi-Guruma durch und es gab Waza-Ari gegen Lea.

Kurz danach gab es für einen Konter nochmals Waza-Ari und dadurch Ippon für Wiesnerová.

Das war der 2. Platz für Lea

Später gab es überraschender Weise nochmals einen Kampf gegen Wiesnerová. Wir verstanden nur Lea Krause, Weixdorf und irgendwas mit „dadamie“ ;). Wahrscheinlich war nochmals ein Freundschaftskampf organisiert worden, damit beide wenigstens zwei Kämpfe hatte. Dafür ein Lob und ein Danke an die Veranstalter.

Nahtlos ging es in die Kämpfe für die U20 über. Adrian, Maximilian und Vivien kämpften sich zeitgleich durch ihre Gewichtsklassen, sodass ständiges konzentriertes Horchen mit gespitzten Ohren und hin- und hersausen angesagt waren.

Adrian U20 -60kg 6 TN

Obwohl zu sechst gab es ein Poolsystem für Adrian. Das hieß ihm standen fünf Kämpfe bevor. Eine stattliche Anzahl.

Im ersten Kampf gegen Vladimir Kysela (blau) kassierte er nach einigem Hin- und Her einen Ippon mit Soto-Maki-Komi.

Gegen Jan Mazan (blau) ging es leider recht schnell und Adrian musste nach Seoi-Otoshi den Kampf mit vollem Punkt abgeben.

Sein dritter Gegner war Daniel Strop (blau). Er war um einiges kleiner als Adrian, aber sehr kompakt gebaut und schien einen sehr tiefen Schwerpunkt zu haben. Den spielte er dann auch gnadenlos aus und brachte einen tiefen Seoi-Nage auf Ippon durch.

Der nächste Kampf gegen Jiri Petrásek wirkte ausgeglichener. Allerdings kam Adrian nicht richtig zum Zuge und fiel schließlich auf einen kraftvoll geführten Tai-Otoshi.

Für die letzte Begegnung hatte sich Adrian fest vorgenommen einen Sieg einzufahren. Leider platzte dieses Vorhaben, als Danträger Miroslav Lorenc souverän und routiniert agierte und mit viel Kraft ebenfalls eine Art Tai-Otoshi auf Ippon werfen konnte.

Adrian ärgerte sich mächtig über den Verlauf des Wettkampfes, konnte später aber trotzdem die vielen Kämpfe als großen Erfahrungszuwachs akzeptieren. Seine tschechischen Gegner wirkten alle sehr erfahren und hatten einen gewöhnungsbedürftigen Kampfstil.

Maximilian U20 -73kg 19 TN

Er hatte erstmal ein Freilos und durfte aussetzen.

Seinen ersten Kampf gegen Adam Buriánek (grün) musste er leider abgeben und wanderte deshalb in die Trostrunde.

Dort setzte er Jaroslav Fiegel (blau) recht zu und erarbeitete sich einen Yuko. Allerdings ging kurz darauf sein Gegner mit Waza-Ari durch Konter in Führung. Kurz vor Schluss zog Max furios mit einer Art Hiza-Guruma durch – Ippon! Super, aber nix für die Nerven der Zuschauer ;).

Als nächstes ging es gegen Jan Parma (grün). Anscheinend war Max nun akklimatisiert und fackelte nicht lange: Mit einer „Spezialtechnik“, sagen wir mal „Harai-Guruma“ ;), schickte er seinen Gegner auf die Matte – wieder Ippon!

Den Braungurt Josef Hrusa beförderte Max ebenfalls aus dem Turnier. Bei einem Gerangel um eine Festhalte änderte Max seine Taktik und ehe es sich Hrusa versah, war sein Arm in einem Ude-Garami gefangen. Wieder Ippon für Max.

Nun stand Max im kleinen Finale. Der Kampf um Platz Drei ging gegen Jakub Jeèmínek (schwarz). Der Kampf ging über die volle Zeit, ohne dass einer der beiden eine Wertung erzielen konnte. Der Golden Score kam immer näher, doch dann passierte es. Mit der letzten Sekunde gelang Jeèmínek ein Ausheber, der ihm einen Yuko bescherte. Unsere Nerven waren gänzlich dahin….

Max belegte damit den 5. Platz!



















Vivien U20 -57kg 6 TN

Wie Adrian kämpfte Vivien im Pool.

Der Einstiegskampf ging gegen Monika Galabová (orange). Vivien sammelte gegen die etwas sperrige (bzw. sperrende) Gegnerin insgesamt drei Yukos, bevor sie mit einer Festhalte den Kampf für sich entscheiden konnte.

Als Zweites stand ihr Markéta Teuscherova (grün) gegenüber. Nach mehrmaligen Uchi-Mata Ansätzen brachte Vivien zweimal einen jeweils auf Waza-Ari durch und gewann auch diesen Kampf.

Eliska Prynychová (grün) ging mit Ko-soto-gake auf die Matte, für den Vivien einen Waza-Ari erhielt. Die anschließende Festhalte über geschätzte 30 sec. bescherte ihr den Ippon. 30 sec? Wie das?: Der Kampfrichter gab Osae-komi. Der Richtertisch schlief. Der Kampfrichter gab nochmal und lauter Osae-komi. Der Richtertisch schlief. Der Kampfrichter klatschte laut in die Hände und gab Osaikomi. Der Richtertisch schlief. Der Kampfrichter als auch ich plärrten um die Wette „Osae-komi“ und : Der Richtertisch war wieder mit uns und drückte die Uhr. Ordnung muss sein und so war nach weiteren 20 sec. Ippon erreicht.

Als Vorletztes stand Vivien gegen Eva Klapková (blau) auf der Matte. Hier setzte Vivi einen schönen Sumi-gaeshi an – Waza-Ari. Im weiteren Verlauf geriet Eva in eine Festhalte. Ippon für Vivien.

Den Schlusskampf bestritt Vivien gegen Lucie Trestíková (orange). Vivien kam hier schnell mit Uchi-Mata zum Zuge und erzielte damit Ippon.

Hier musste nicht viel gerechnet werden ;). Vivien belegte somit Platz 1!




Die Siegerehrung der U17 wurde während des weiteren Wettkampfes der U20 im Entrée des Sportgebäudes gemacht, die der U20 nach den Wettkämpfen ebenfalls.

Wieder verstanden wir recht wenig (das ist schon übertrieben). Stichwort für die Platzierten war jeweils der Name.

Trotz der schwierigen Verständigungslage waren die Gastgeber aber stets hilfsbereit und sehr freundlich. Auch alle anderen, die von uns befragt und belästigt wurden, waren sehr bemüht uns zu den benötigten Infos zu verhelfen.

Den Nachhauseweg schafften wir natürlich nicht, ohne bei McD zu „tanken“ . Gegen Ende der Fahrt waren wir geschafft und um 19:30 Uhr froh zurück zu sein.

Zusammenfassung:

Name / Altersklasse / Gewichtsklasse / Teilnehmer / Kämpfe (ges-gew-verl) / Platz

Lea Krause     U17     44     2     2     0     2     2.

Daniela Thalheim     U17     52     12     3     1     2     7.

Viola Haupt     U17     52     12     4     2     2     5.

Vivien Haupt     U20     57     6     6     6     0     1.

Adrian Orzyszek     U20     60     6     5     0     5     5.

Maximilian Lutoschka     U20     73     19     5     3     2     5.

Terezin 09 – Was machen wir zu Pfingsten … ?

1. Juni 2009 in Freizeiten

Freizeiten

Am letzten Freitag machte sich die SG Weixdorf wie jedes zu Pfingsten auf ins Tschechische um bei der traditionellen Studienfahrt nach Theresienstadt Prag zu besichtigen, etwas über Judenverfolgung im Nationalsozialismus zu lernen und viele weitere Dinge zu erleben.

Mit dabei waren in diesem Jahr:

Josi, Luisa, Julia, Antje, Maria, Tina, Marc, Andre, Robert J. und Robert Bro., Steffen, Martin, Beni und Maks.

Außerdem war natürlich noch Roland mit einer großen Truppe Limbacher Judokas mitgereist.

Das Wetter meinte es dieses Jahr nicht so gut mit uns. Schon am Freitag bei der Abfahrt begann des zu regnen.

Nachdem wir Andre von der Schule abgeholt hatten – eigentlich wollten wir Luisa, Josi und Julia zurückschaffen, aber es hat nicht geklappt … – fuhren wir in drei Autos und auf einem Motorrad über die Grenze an unser Ziel. Robert wurde auf dem Motorrad ordentlich eingeweicht!

Als wir auf dem Zeltplatz ankamen, wurde als erstes das wichtigste gecheckt: die Katakomben waren offen!

Dann wurde das zweitwichtigste gecheckt: Gab es das Riesenschnitzel zum kleinen Preis noch ? Ja gab es, wennauch Martin ausversehen Julias Teller bekam und ohne zu Zucken verputzte, da er irgendwie den Geschmack von Huhn und anderem Fleisch nicht identifizieren konnte.

Die arme Jule bekam dann gegen 15:00 die erste Mahlzeit ihres Tages, nachdem sie schon auf dem Zahnfleisch gekrochen war.

Irgendwie waren wir alle froh, dass sich in diesem von uns geliebten Erdteil mit der Zeit so wenig ändert. Alles war beim alten. Der Sportplatz nebenan wurde von derselben Oma bewacht, die Hütten waren immer noch klein, und leider auch an den Duschen hatte sich kein Stück geändert.

Den Rest des Tages verbrachte der Wettergott leider weiter mit Schauern und Nieselregen.

Wir konnten nur in die trockenen Katakomben einsteigen und anschließend ein großes Feuer entzünden, um uns zu wärmen. Jeden Abend wurden in den kommenden Tagen am Lagerfeuer neben Würsten auch Schuhe gegrillt.

Der Samstag stand wie jedes Jahr im Zeichen der deutschen Geschichte von 1933 bis 1945.

Im Kolumbarium (Aufbewahrungsort für Urnen, von lateinisch „die Taube“) und im Krematorium startete unsere Theresienstadttour.

Weiterhin gingen wir in die Magdeburger Kaserne, wo eine Ausstellung über die Künste im Ghetto-Lager-Terezin zu sehen war. Auch gingen wir natürlich wieder in die kleine Festung, wo wir aus unserem langjährigen Wissenssschatz unsere eigene Führung zusammenbauten.

Theresienstadt-Geschichte kurz-Abriss:

Gebaut wurde die Festungsanlage Ende des 18. Jahrhunderts um „die preußishce Ausbreitung abzuwehren“.

Als Festung erbaut, wurden auch all die Verteidigungsanlagen und Gänge eingerichtet die wir immer erkunden. Die Hauptgänge, Zwischen- und Nebentunnel sowie Abhörgänge haben eine Gesamtlänge von 28.776 Meter!

Ihren Zweck erfüllte die Festung nie, da der Krieg nie bis zu ihr vordrang. Nach der Ergreifung der Nationalsozialisten wurde

Theresienstadt als Judenghetto genutzt, vornehmlich als Verteilerlager an andere Vernichtungslager im Osten, sowie zu Schauzwecken. Einer Delegation des internationalen Roten Kreuzes wurde hier die heile Welt einer glücklichen jüdischen Bevölkerung für einen Tag vorgespielt. Alle Propaganda sollte aber nur über die systematische Ermordung Tausender durch harte Arbeit, schlechte Hygiene und wenig Essen hinwegtäuschen.

Die kleine Festung im Zentrum von Theresienstadt diente dabei als Gefängnis für politische Gefangene, die unter noch schlimmeren Bedingungen leiden mussten.

Wir wussten sogar noch fast alles! Es war wie immer auf eine schauerliche Art beeindruckend diese steinernen Zeitzeugen von Rassenideologie und Grausamkeit zu betrachten.

Zurück auf dem Zeltplatz machte uns das Wetter weiterhin einen Strich durch die Rechnung. Zum Fussballspielen lud es auf keinen Fall ein. Die eine Hälfte der Gruppe war in einer Piraten-Pizzeria verschwunden, die andere machte es sich unter den Vordächern bequem.

Der Nachmittag ging mit Quatschen und Rumsitzen aber trotzdem lustig rum.

Nachdem die Holztruppe im Sumpf einen Riesenbaum gefällt und zerlegt hatte (Roberts Auto sah aus wie nach der kompletten Ralley Paris-Dakar am Stück), fanden wir uns wieder am Feuer zusammen, um zu singen und uns zu wärmen und zu trocknen. Da die ganze Zeit sitzen aber langweilig ist, machten wir uns spät in der Nacht nochmal auf, um dem Golfplatz einen Besuch abzustatten. Nach unserem Beutezug von vor drei Jahren, wollten alle neue Souvenirs erbeuten. Mit Taschenlampen schlichen wir durch den Wald und hatten doch ganz schön Angst am Wachhaus vorbeizuschleichen und auf dem Abschlagplatz gelbe und weiße Golfbälle einzusammeln.

Am Sonntag fuhren wir „wie vorherbestimmt“ nach Prag, der goldenen Stadt.

Nachdem wir schon gescherzt hatten, ob man denn nun endlich mit den Bauarbeiten am Sparta-Prag-Stadion fertig sei, waren wir überrascht, als dort wirklich noch Riesen-Dreckberge und Bagger das Stadtbild bestimmten.

Wir begaben uns auf den üblichen Weg, mussten jedoch Umwege einschlagen, da der übliche Pinkel-Pausen-Ort versperrt war (ein Wald schuf Abhilfe 😉 ).

Auf dem Hradschin (Prager Burg) machten wir ausnahmsweise mal kein Foto mit der Wache, obwohl wir ihr eigentlich Kekse anbieten wollten, weil Oldtimer auf dem Schlosshof die Aufmerksamkeit der Autogeilen Jungs auf sich zogen.

Weiter gings die Treppen runter – zum Bogenfoto.



12 im Fensterbogen

Leider haben wir in diesem Jahr nur 12 drauf gekriegt. Letztes Jahr wars einer mehr.

Für nächstes Jahr bitte Steigbüge, Spickes und Seile auf die Packliste schreiben, dann schaffen wir 20!

Anschließend bummelten wir durch die goldene Stadt, über die Karlsbrücke, an der gerade stark gebaut wird, was wohl auch „den Teufel“ verschreckt hat, und durch die Prager Einkaufszeilen. Im NewYorker wurden dann Kleidungsstücke des nicht-alltäglichen Gebrauchs anprobiert und bei McDonalds wurde mit einem Bon 5fach die Toilette benutzt.

In diesem Jahr trafen wir uns dann mal nicht auf dem Marktplatz, kamen aber trotzdem alle sicher mit der Bahn zum Stadion zurück.

Nach unserer Rückkehr besserte sich das Wetter endlich soweit dass wir FUSSBALL spielen konnten! Jippie!!!

Roland war schon eine Weile auf dem Platz und lieferte sich ein Match mit tschechischen Jungs, die neben dem Platz wohnten. Wir spielten dann Weixdorf gegen Limbach-Tschechien bis die vier Jungs von ihren Müttern zum Essen gerufen wurden.

Nach ein paar Spielertransfers führten wir das Spiel noch eine Weile fort, bis es Zeit wurde nochmal schnell in den Einkaufsmarkt zu flitzen.

Nachdem der Knüppelteig von Marc bereitet worden war und wir uns Grillstöcke besorgt hatten, fanden wir uns zum letzten gemütlichen Abend zusammen.

Auch in dieser Nacht reizte uns die Gefahr und nach 12 machten wir uns mit unseren Taschenlampen nochmal auf in die Katakomben. Nachdem wir glücklicherweise wieder wohlbehalten herausgefunden hatten, erkundeten wir das weitere Gelände im Dunklen und kehrten dann als Lagerfeuer zurück, wo die Feuerwächter seelenruhig schliefen.

Irgendwie waren dann alle zu müde, um noch länger zu sitzen und wir löschten die Glut und gingen ins Bett.

Nachdem uns Martin am letzten Tag wieder geweckt hatte, frühstückten wir ein letztes Mal gemeinsam und endlich kam die Sonne raus! Es war eine Wonne!

Wir genossen also den Vormittag mit Dichten, Murmeln, Sonnenbaden und –verbrennen und einige Auserwählte auch mit Mathe (ein Gruß an alle die mit Stochastik nix anfangen können und den Modalwert hassen 😉 )

Nachdem wir zusammengepackt hatten, setzten wir uns ein letztes Mahl in die Kneipe und assen Palatschinken oder Schnitzel (mehr als zwei Gerichte durften wir nicht wählen, um den Koch nicht zu überfordern).

Nachdem wir uns von Robert getrennt hatten, der jetzt mit seinem Motorrad den Ostblock unsicher macht, machten auch wir uns auf den Heimweg und ließen Theresienstadt wieder hinter uns.

Nach einem letzten Milchshake im Tesco kamen wir sicher wieder in Deutschland an beendeten die Freizeit ein wenig traurig dass es wieder zu schön war, um so schnell vorbei zu sein, aber mit der Vorfreude aufs nächste Jahr.

Und bestimmt gibt’s die Katakomben da immer noch und am Zeltplatz wird sich im nächsten Jahr wieder nix verändern!

maks

Terezin 06 – Pfingsten in Theresienstadt

6. Juni 2006 in Freizeiten

Freizeiten

Wie jedes Jahr ging`s auch dieses Pfingstwochenende ins tschechische Therresienstadt.

Abfahrt war wie immer am Freitag vor Pfingsten auf dem Sportplatz.

Mit dabei waren in diesem Jahr: Maria E., Maria W., Martin W., Martin L., Marc, Robert, Antje, Steffen, Philipp, Beni, Anne, Lisa, Martina, Dirk, Andre, Eric, Sandro, Max und (teilweise) Astrid.

Entsprechend der vielen Teilnehmer gab es auch viel Gepäck, das fachmännisch verstaut werden musste. Nach dieser ersten Prüfung ging`s los. 1. Zwischenziel Elbe Park. Treffen mit Murat, dessen Frau und seinem Sohn.

Weiter zur Grenze. Wie jedes Jahr wurde gehofft, gebangt und gewettet, wer wohl wegen Verdachts auf Menschenhandel rausgezogen werden würde.

Kein Jahr ohne. Dieses Jahr: Murat. Grund: sein Sohn war nicht im Pass eingetragen.

Gegen 16:00 Uhr kamen wir auf dem Zeltplatz an. Dort wartete Roland schon auf uns.

Es folgten die üblichen ersten Aktionen, um sich wieder heimisch zu machen: Hüten beziehen, Sachen auspacken, warmes Wasser machen, Kaffee trinken, Prüfen ob die Katakomben noch offen standen (Ja, sie waren es) und erste „Gehversuche“ mit Fussball und Frisbee machen.

Dann musste erst mal eingekauft werden. Als wir zurückkamen, war Roland schon eifrig mit dem Aufbauen der Tore fürs Fussballspielen beschäftigt. Wir durften wieder auf den Platz vor der Haustür, aber diesmal mussten wir dafür zahlen. Wir spielten knapp eine Stunde. Kurz nach Anpfiff kam auch Astrid mit Martin, Beni und Maria eingetrudelt, die am Morgen noch etwas zu tun gehabt hatten.

Abends war dann wieder Zeit fürs Lagerfeuer, bei dem alles gegrillt werden durfte, was sich irgendwie an einem Stock festmachen ließ.

Kurz nach halb Zwölf packte die meisten dann die Abenteuerlust und man einige sich in die Katakomben aufzubrechen. Taschenlampen gegriffen und los! (Irgendwie hab ich die Geschichten von Morbula vermisst.)

Da die Katakomben ja irgendwann auch mal langweilig werden, musste was Neues her. Wir gingen also ins Freie und liefen in eine undefinierte Richtung und standen plötzlich auf dem Tereziner Golfplatz. Golfbälle im Dunklen suchen, war ein bisschen wie Ostern. Nach 5 Minuten hatten wir eine beachtliche Menge vor uns aufgetürmt. Nachdem die Weisung ergangen war, dass jeder nur zwei Golfbälle als Andenken einstecken durfte, war der Haufen plötzlich doppelt so groß.

Weiter gings zu dem im letzten Jahr entdeckten, vermutlich leerstehendem Haus, in das man sich damals nicht hineingetraut hatte. Die Suche nach einem Zugang gestaltete sich auch schwer genug, war aber keine unlösbare Aufgabe. Es stellte sich heraus dass das Gebäude komplett leerstand, und vermutlich mal eine Schule gewesen war.

Danach gings zurück zum Zeltplatz und zurück ans warme Feuer. Denn obwohl dass Wetter wie immer schön sonnig war, war es doch nicht ganz so warm wie sonst.

Gegen halb Drei löschten die letzten das Feuer und gingen ins Bett.


Der Samstag begann für die einen früher, für die anderen etwas später.

Nachdem alle zu ihren Zufriedenheit gefrühstückt hatten, machten wir uns auf den Weg ins Ghetto-Museum. Hier konnte man sich wieder ein Bild von der Grausamkeit im Zwischenlager Theresienstadt in der Zeit von `33-`45 machen (in dieser Zeit kamen 10.500 Kinder (dazu noch Erwachsene) nach Theresienstadt, nur wenige überlebten), immerhin ist die Pfingstfreizeit ja eine Studienfahrt.

Danach besuchten wir die Kleine Festung, wobei der allseits beliebte Gang durch die Wehrmauern (Wer erschreckt wen?) ausblieb, weil in den Gängen das Wasser stand.

Zurück auf dem Zeltplatz gab es dann gegen halb Fünf „Mittagessen“.

Nachdem sich bei allen das Essen gesetzt hatte, spielten wir wieder Fussball. Um die Partie mit einem Wort zu umschreiben: Super! Egal wer im WM-Finale steht, unser Match war besser. Unübertroffen: Murat. Gewaltschüsse, Überrennen des Gegners und der Ruf „Lass, lass, lass, lass!“, wenn er in Zweikämpfe ging, machten ein Erlebnis aus dem Spiel.

Nach dem Fussballspielen fuhren einige in den Wald um Holz fürs Lagerfeuer zu holen, der Rest erholte sich und spielte Frisbee oder Murmeln.

Beim gemeinsamen Lagerfeuer (das aus der Glut vom Vortag entfacht wurde!) gab es dann den von Dirk gemachten Knüppelteig, für den man vorher noch mit Stöcke besorgt hatte (besorgen hier im Sinn von den „ab in den Busch und ab mit den Ästen!“).

Lecker. Leider machte uns an diesem Abend das Wetter einen Strich durch die Rechnung und nach kurzem Überlegen, ergriff ein Großteil vor dem Regen die Flucht und die Harten hielten es nur eine halbe Stunde länger im Nassen aus.

So nahm der Abend ein etwas zeitigeres Ende.


Sonntag stand wie immer im Zeichen eines Besuchs der goldenen Stadt Prag. Nachdem wir wieder gut gefrühstückt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Parkplatz nahe dem Stadion von Sparta Praha.

Von dort durch den Park zur Prager Altstadt, wo es wieder die Stadtwächter zu bewundern gab. Diesmal kamen wir genau richtig zur Wachablösung.

Dann weiter zum traditionellen Fensterbogenbild und einem neuerlichen Rekordversuch.

Ganze 12 Personen brachten wir diesmal ins Bild, das ist rekordverdächtig und wird gerade von der zentralen Guinessbehörde geprüft. Wir haben übrigens einen Weg gefunden noch mehr Leute aufs Bild zu bringen, aber dafür müssen wir noch etwas üben. Prognose für nächstes Jahr: 14 Personen. Top die Wette gilt!

Danach brauchten die meisten eine Mittagspause. Wir aßen also wieder auf der Karlsbrücke und versuchten Fotos vom Teufel zu erhaschen.

Durch die Prager Innenstadt ging es dann mit verschiedenen Zwischenstops zum Treffpunkt Rathaus, wo der Wind dann doch empfindlich kalt wurde.

Der Plan war also schnell in die Straßenbahn und ab zum Parkplatz. Wäre ja soweit ganz gut gewesen, aber die bewährte Bahnhaltestelle war nicht mehr da. Also mussten wir auf die Prager U-Bahn ausweichen. Über eine ziemlich lange Rolltreppe ging es in den Prager Untergrund, wo wir in ein Gefährt einstiegen, dass sich irgendwie ziemlich leicht in Schwingung versetzen ließ. Nach drei Haltestellen durften wir wieder an die Oberfläche, wo wir versuchten das System der Prager Straßenbahnlinien zu verstehen – es gelang uns nicht, also gingen wir zu Fuss zurück zum Parkplatz.

Zurück auf dem Zeltplatz waren dann doch alle zu müde zum Fussballspielen und wir gingen direkt zum Lagerfeuerteil über.

(Sehr erheiternd war der Kampf Marc gegen Dirk um einen Stuhl, der mehrere Minuten dauerte. Der Verliere erhielt als Trostpreis einen gleichwertigen Stuhl.)

Es wurden Kartoffeln gebraten, die üblichen Pilze und Käsesorten hingen auch wieder in den Flammen und etwas Knüppelteig war auch noch übrig.

Zu vorgerückter Stunde kam dann echte Lagerfeuerstimmung auf: Es wurden all die alten Grundschulmusikunterrichtlieder ausgepackt („Flackerndes Feuer“, „Hab mein Wagen voll geladen“, „Sag mir wo die Mädchen sind…“) und auch Trickfilmmelodien waren hoch im Kurs.

Ein Großteil verabschiedete sich erst wieder weit nach Mitternacht und das Feuer glühte sicherlich noch eine ganze Weile vor sich hin.


Der Montag war geprägt durch das lange Frühstück, Gepäck packen („Dirk ist das dein Nutella?“ und „Wem sind die Löffel?“) und ein abschließendes Murmelspiel. Nachdem das letzte tschechische Geld für ein Mittagessen ausgegeben worden war, machten wir uns auf die Heimreise. An der Grenze wurden dann noch Mitbringsel für die Familie zu Hause besorgt und an der Grenze begannen die Wege dann langsam zu trennen.

Es war wieder mal eine klasse Pfingstfreizeit mit allem drum und dran.

Und man kann sich sicher sein, dass sich alle jetzt schon aufs nächste Mal freuen, dass in noch viel zu weiter Ferne liegt.

max

Studienfahrt Pfingsten 2003 nach Theresienstadt

15. Juni 2003 in Freizeiten

Freizeiten

Studienfahrt der Sportgemeinschaften Weixdorf und Frauenhain nach Theresienstadt vom 6.6. bis zum 9.6.

Wie jedes Jahr üblich fand auch dieses Jahr die ?Studienfahrt? nach Theresienstadt über Pfingsten statt.

Am Freitag dem 6.6. ging es früh morgens (deshalb brauchte man eine Schulbefreiung) ? wie beim Judo in Weixdorf üblich ? kurz nach knapp los. Genauer gesagt: Halb Neun sollte es losgehen, und dann war aber erst Dreiviertel richtig Abfahrt. Der Grund: Es mussten noch zwei Auslandsreisekrankenversicherungen abgeholt werden.

Es folgten dann circa vier Stunden Autofahrt (mit einer Zwischenstation an einer Aral-Tankstelle, wo noch schnell ein Volleyball geholt wurde, und einer an der Grenze, wo wir auf die Frauenhainer warten mussten).

Nach der Ankunft hatten, trotzdem alle praktisch den ganzen Tag noch nichts gemacht und nur im Auto gesessen hatten, alle irgendwie doch Hunger. Also wurde Hütten beziehen nach hinten verschoben.

Insgesamt waren 26 Leute mitgefahren (jeweils dreizehn von beiden Vereinen), weshalb die Hütten nicht reichten, und deshalb mussten vier Weixdorfer in Zelten übernachten.

Am ersten Tag wurde dann nur noch relativ wenig gemacht, Robert fuhr erst mal einkaufen, und gegen Abend fuhren wir noch eine Runde Fussball spielen (wir mussten wieder zu einem Fussballplatz fahren, da wir den Rasenplatz gleich neben dem Zeltplatz nicht benutzen durften). Es gewann die Mannschaft der größtenteils Frauenhainer.

Nach dem Abendessen war dann natürlich Lagerfeuer angesagt, zu dem wir das Holz das noch zufällig neben dem Feuerplatz lag zersägten. (Torsten, Tobi, Roland und Stefan spielten noch Skat ? darum wer einen ausgeben musste ? ich glaube Tobi hat verloren, ich kann mich aber auch irren, da müsst ihr Tobi fragen).

Samstag war dann Kulturprogramm. Nachdem die ersten (Zelter) relativ früh aufgestanden waren und gefrühstückt hatten, dauerte es bei einigen Personen (Namen werden aus Gründen meines persönlichen Schutzes nicht genannt) wie immer etwas länger (- durch Cola bleibt man zwar abends länger wach, aber am nächsten Morgen …).

Auf jeden Fall besuchten wir am Vormittag das Museum gleich um die Ecke, in dem Einzelschicksale und allgemeines zum Leben im Theresienstädter Ghetto gezeigt wurde, und in dem es auch für die älteren immer noch neues zu sehen gab, weil einige Räume neu gemacht worden waren.

Ungefähr gegen Mittag liefen wir dann weiter zu der anschließenden Besichtigung der kleinen Festung Theresienstadt. In der kleinen Festung gab es auch eine Bilderausstellung, hier konnte man aber hauptsächlich die Gebäude in denen die Juden während des Zweiten Weltkrieges lebten, besichtigen.

Besonders interessant war, dass auch in der kleinen Festung, das Elbehochwasser letztes Jahr seine Schäden hinterlassen hatte. Der Friedhof hatte komplett unter Wasser gestanden.

Nach so viel Geschichte und Kultur war dann Erholung nötig ? wir gingen Baden.

Es wurde im Bad vor allem viel ins Wasser geworfen, selbst springen war fast schon unmöglich. Es war des weiteren auch amüsant Philipp vor Dirk fliehen zu sehen, nachdem er ihm mit der flachen Hand einen schönen roten Handabdruck auf den Rücken verpasst hatte. Dirk fand das nicht so komisch.

Und Stefan verblüffte alle (außer Tobi, der den Trick schon kannte) mit seinem Karten-Erfühlen-Trick. Jemand musste eine Karte ziehen und er erriet sie dadurch das er mit dem Finger über die Oberfläche fuhr und dabei behauptete er hätte starke mentale Fähigkeiten. Die Meinungen über sein Können waren jedenfalls sehr geteilt: Von ?So`n Quatsch, du willst uns doch nur verarschen!? über ?Wie geht das? Verrat mir das doch bitte!? bis hin zum verblüfften ?Ha, wie machst du das??.

Und nach der Erholung ging ein Großteil der Studienfahrenden wie schon am Vortag Fussball spielen. (Wer gewonnen hat habe ich vergessen, vielleicht kann es ja einer nachtragen.)

Auch an diesem Abend war Lagerfeuer. Es ging dabei nicht nur wegen des Feuers heiß her. Es wurde gerätselt bis der Kopf glühte: ?Ein Mann hat fünf Mark …? ? besonders für Philipp eine Quälerei ? ?London, Nacht und Nebel …?, ?Der Mond ist rund …? und so weiter.

Sonntag war Stadtbummeltag in Prag. Nachdem in etwa der selben Reihenfolge wie am Vortag alle wach waren und gefrühstückt hatten ging`s los.

Nach wilden Verfolgungsmanövern auf der Landstraße zwischen Rolands Trabbi und Roberts Mazda und einigen leichten Wegschwierigkeiten, kamen wir auch in Prag an.

Nachdem wir dann etwa schon einen knappen Kilometer gegangen waren, fiel Beni ein das er sein Portemonä (wie schreibt man das nach neuer RS? Der Übersetzer ;)) verloren hatte, was sich nach Zurückrennen zum Parkplatz als im Auto aus der Hosentasche gerutscht herausstellte, trennten sich unsere Wege. Manche gingen hier, manche da lang. Aber die meisten Wege führten in der ?goldenen Stadt? natürlich über die berühmte Karlsbücke, wo Schnell-Porträt-Maler, Souvenierhändler und Touristen sich auf die jeweils andere Seite drängelten.

Man traf sich dann zum verabredeten Zeitpunkt wie immer auf dem Marktplatz an der Kirche, (hier wurden von Stefan, Torsten und Tobi weitere Taschenspielertricks zum Besten gegeben) von wo wir zur Straßenbahnhaltestelle liefen mit der wir zurück zum Parkplatz fuhren. (An den tschechischen Fahrpreisen sollte sich Deutschland mal ein Beispiel nehmen, und dort darf man an Sonntagen sogar 90 Minuten statt 60 fahren.)

Auf dem Parkplatz trafen wir dann auch die vier Frauenhainer wieder die zwar nicht zur Kirche zurückgefunden hatten, aber sich offensichtlich wenigstens noch an den Weg zum Parkplatz erinnern konnten.

Nach Prag waren alle doch reichlich erschöpft, und man beschloss, es mit Fussball doch seien zu lassen. Wir beobachteten lieber, wie der Rasenplatz gesprengt wurde. Da zu hatte man ein Feuerwehrauto umfunktioniert, womit ein etwa 12jähriger Junge oben vom Dach her den Platz sprengte.

Diesen Sonntag regnete, donnerte und blitzte es dann auch noch. (Wie in Deutschland.)

Man konnte sich schön mit einem Stuhl unter ein Dach setzen und den leicht wahnsinnigen Frauenhainer Jungs dabei zusehen, wie sich während des strömenden Regens gegenseitig noch zusätzlich mit aufgefüllten Trinkflaschen nass spritzen und sich diese gegenseitig über den Kopf gossen. Echte Wasserratten …

Nachdem sich das Unwetter verzogen hatte, setzten wir uns dann wie jeden Abend noch ans Lagerfeuer. Es war zwar etwas nass und es tropfte noch ab und zu, aber das hörte auch noch auf. Steffen und Dirk erzählten dann lustige Geschichten vom Bund, von Kollegen, von Unfällen im Baubereich und/oder im besoffenem Zustand etc. (nachzufragen bei den oben genannten).

Pfingstmontag fuhren wir dann wieder nach Hause. Dazu gibt es nicht viel zu erzählen, es wurde niemand an der Grenze zum Aussteigen aufgefordert oder ähnliches.

Und dann war das lange Wochenende auch schon wieder vorbei.

Schade ? aber die nächste Studienfahrt kommt bestimmt bald (und wer es bis dahin nicht aushält, hat ja immer noch die Sommerfreizeit).

Max

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