Horst-Wolf-Pokalturnier U 17 in Rodewisch

9. Juli 2007 in Wettkampfberichte

Wettkampfberichte

Am gestrigen Sonntag, dem 8.7.07 machte sich die Weixdorfer U17 auf nach Rodewisch um beim Horst-Wolf-Traditionsturnier des JV Ippon Rodewisch mitzumischen.

Am Vortag waren in der Göltzschtalhalle schon der Göltzschtalpokal und eine weitere Bundesliga-Begegnung der Rodewischer Mannschaft abgehalten worden und die Matte war förmlich noch warm.

Bei gewohnt hochkarätiger Konkurrenz trauten sich dennoch fünf Weixdorfer Judoka an den Start. Mit dabei waren Vivien Haupt, Maximilian Lutoschka, Marc Merbitz, Robert Brodersen und Andre Nossol.

Insgesamt waren wohl an die 100 Sportler anwesend, unter anderem auch aus Frankfurt/Oder, Hamburg und Ungarn.

Mit dem Horst-Wolf-Pokal ehrt Rodewisch jedes Jahr ebend jenen Mann, der das Judo in den Ort gebracht hat.

In der – 48 kg startete Vivien als unser einziges Mädchen:

Bei fünf Starterinnen wurde Pool gekämpft.

Viviens erste Gegnerin war die spätere Erstplatzierte Anne-Katrin Friedrich vom JSV Werdau, die alle Poolkämpfe gewinnen konnte.

Hier hatte Vivien nichts zu lachen und wurde mit einem tiefen Seoi-Nage von den Füßen geholt.

Im zweiten Kampf stand sie Greta Holner aus Ungarn gegenüber. Die Namen der Ungarn waren uns zu schwer – wir nannten sie nur kurz „Ungarn Grün“ und „Ungarn Braun“.

Auch dieser Kampf gestaltete sich kurz, aber diesmal zugunsten Viviens. „Ungarn Grün“ wurde von Vivien auf Ko-Soto-Gake gekontert und erhielt dafür Ippon, da konnte der dicke ungarische Trainer toben so viel er wollte (ich schreibe bewusst dick, weil ihm das eigentlich noch schmeichelt… der Mann war eine Wucht!)

Im dritten Kampf stand Vivien „Ungarn Braun“ gegenüber. Der Kampf ging über die volle Zeit und wurde im Golden Score unglücklicherweise verschiedst. (Klar das behauptet jeder, aber hier war es ziemlich klar.) Obwohl Vivien auf dem Bauch landete, wurde ihrer Gegnerin ein Yuko zugesprochen, der den Kampf sofort zu deren Gunsten beendete. Schade!

In ihrem letzten Kampf stand Vivien Lisa Köberling, einer Kaderathletin vom PSV Leipzig, gegenüber. Auch hier wurde der Kampf nur knapp entschieden. Nachdem ihre Gegnerin 8 Sekunden nach Kampfbeginn einen Shido für unerlaubtes Fassen bekam, musste Vivien während des Kampfes noch einen Koka und einen Yuko gegen sich einstecken und verlor über die Zeit.

Trotzdem super gekämpft und ein verdienter dritter Platz und ein Handtuch!

Bei den leichten Jungs war Maximilian am Start. In der – 46 kg wurde bei 5 Startern ebenso Pool gekämpft.

Den ersten Kampf verschlief Maximilian gleich erstmal. Sein Gegner, der Blaugurt Schürer aus Schlettau, freute sich, dass Maximilian ihm um den Nacken griff, und konterte gekonnt mit Te-Guruma.

Max` zweiter Gegner war ebenfalls aus Schlettau und Maximilian wurde wiederum gekontert, als er seinem Gegner ans Bein fasste und dieser Sumi-Gaeshi warf.

In seinem dritten Kampf traf er auf den Orangegurt Julian Kern vom JCL. Hier konnte Maximilian endlich auftrumpfen, zwei Yukos für O-Uchi-Gari erringen und mit einer Kesa-Gatame siegen.

Maximilians letzter Gegner war wiederum ein harter Brocken. Der Starter vom PSV Meiningen hatte deutlich mehr Kraft und wusste sie auch umzusetzen. Harai-Goshi, Punkt.

Damit belegte Maximilian den dritten Platz seiner Gewichtsklasse und bekam eine Sporttasche.

Marc und Robert starteten beide in der – 66 kg.

Bei 18 Startern zogen beide ein Freilos, trafen dafür aber auch auf ebenfalls frische Gegner.

Marc startete gegen den Braungurt Eric Schuhmann vom Burgstädter SC und konnte schnell einen Yuko für De-Ashi-Barai erringen. Dem nächsten Angriff seines Gegners stellte er sich aber nicht genug entgegen und wurde mit O-Uchi-Gari auf Ippon geworfen.

In der Trostrunde traf er auf Andreas Eckard aus Rammenau. Marc setzte Uchi-Mata an, wurde aber selbst auf den Rücken geworfen und erhielt einen Waza-Ari gegen sich. Da sein Gegner einen weiteren Waza-Ari erringen konnte, endete auch dieser Kampf vorzeitig gegen Marc. Damit schied er aus.

Robert traf im ersten Kampf auf den Delitzscher Braungurt Buchmann und flog leider innerhalb der ersten 10 Sekunden des Kampfes auf O-Uchi-Gari.

In der Trostrunde hiess sein Gegner Schäfer aus Bad Salzungen. Robert kam mit Abtauch- und Opfertechniken nicht zum Ziel, und musste einen Yuko gegen sich einstecken. Diesen Vorsprung schaffte er nicht aufzuholen und verlor somit nach Ablauf der Kampfzeit.

Damit schied auch er vorzeitig aus.

Andre startete zum ersten Mal in der höheren Gewichtsklasse – 73 kg und hatte hier weit weniger Konkurrenz als in der –66 kg (9 Starter), dafür musste er natürlich mit gnademlosen Untergewicht ran.

Trotz höherer Klasse startete Andre überraschend mit einem schnellen Ippon für Tani-otoshi gegen den Rammenauer Gehler.

Im Einzug ins Finale traf er auf einen der ungarischen Gastkämpfer und wurde sanft mit einem Laaz-Abtaucher auf die Matte befördert.

Somit stand Andre direkt im Kampf um Platz 3. Dieser fand erst nach langem Warten statt, da alle Finalkämpfe, sowie die dazugehörigen Kämpfe um die dritten Plätze, gesammelt am Schluss des Wettkampfs durchgeführt wurden.

Andre gegenüber stand der Crimmitschauer Gelb-Orange-Gurt Willhelm Riebsam. Nach einer Minute Kampfzeit liess Andre sich auf Waza.Ari werfen und wurde direkt im Anschluss in die Festhalte genommen. Leider konnte er sich nicht mehr befreien und verlor.

Damit belegte Andre einen 5. Platz.

Die Siegerehrungen wurden vom sächsischen Landestrainer der männlichen U17 und dem Rodewischer Bundesligastarter Tino Bierau vorgenommen.

In der Mannschaftswertung hatten wir natürlich nicht viel mitzureden, vorallem da Jungen und Mädchen auch noch getrennt gewertet wurden.

An alle Kämpfer ist natürlich sicher noch zur Aufmunterung zu sagen, dass das Horst-Wolf-Turnier jedes Jahr ein hochkarätiges und international bestücktes Turnier ist, wie man an Vereinen wie Miskolic (Ungarn), Hamburg und Frankfurt/Oder sicher sehen kann.

Und dafür habt ihr euch eigentlich ganz redlich geschlagen.

Kopf hoch!

Nächstes Jahr dürfen ja die meisten nochmal starten, und bei 50 Jahren Judo in Rodewisch gibt’s da bestimmt noch mehr Ungarn und Hamburger zum Verhauen!

Zusammenfassung

Kämpfer(in) / Gewichtsklasse / Starter / Kämpfe / Siege / Niederlagen / Platzierung

                              

Vivien Haupt     – 48 kg     5     4     1     3     3.

Maximilian Lutoschka     – 46 kg     5     4     1     3     3.

Marc Merbitz     – 66 kg     18     2     –     2     –

Robert Brodersen     – 66 kg     18     2     –     2     –

Andre Nossol     – 73 kg     9     3     1     2     5.

max

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