DAN-Prüfung in Crimmitschau am 27.10.2007

27. Oktober 2007 in Allgemein

Und wieder können wir 3 neue echte Menschen in den Reihen der DAN-Träger in unserem Verein begrüßen:

Dirk, Robin und Moritz haben heute in Crimmitschau die Prüfung zum 1. DAN bestanden und dürfen nun den begehrten

schwarzen Gürtel

tragen.

erleichterte neue Menschen

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!! Früh zeitig ging es los nach Crimmitschau. Die Halle war vom gastegebenden Verein mit 3 Matten bestens vorbereitet wurden und wir waren auch ein ganz ansehnlicher Tross an Zuschauern und Daumendrückern.

Bevor es endlich los ging, machten sich die Prüflinge ausgiebig warm, gingen alles noch einmal im Geist durch und gaben ihre Prüfungsunterlagen ab. Den 23 Prüflingen (zum 1., 2., 3. und 4. DAN) stand die Anspannung buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Nach der Begrüßung durch den Vorstand des Judoverbandes Sachsen wurden die Judokas auf die 3 Matten aufgeteilt und die vorzuführenden Go-kyo-Gruppen wurden ausgelost.

Dirk, Robin und Moritz waren alle auf einer Matte und mussten im 1. Teil der Prüfung die gelbe, orangene und blaue Gruppe des Go-kyo-no-kaisetsu vorführen. Robin musste beginnen, nach ihm war ein anderen Judoka dran, danach war Dirk dran, danach wieder ein Judoka eines anderen Vereins und danach Moritz. Dirk hatte hierbei wohl das anstrengenste Programm, da er sowohl für Robin als auch für Moritz als Uke fungierte und ja auch noch sein eigenes Programm bewältigen musste. Alle 3 konnten die 3 Gruppen ohne Patzer vorführen, das Selbstvertrauen war gestärkt – nun konnte es weiter gehen.

Es folgte der 2. Prüfungsteil: Renraku-Waza – die Wurfkombinationen. Der wahrscheinlich anspruchstvollste Prüfungsteil, da es hierbei den meisten Prüflingen schwer fällt, den Anforderungen der Prüfungskommision gerecht zu werden. Alle 3 zeigten ihre jeweils 12 Wurfkombinationen und gaben auch hier ihr bestes.

Nun ging es beim 3. Prüfungsteil im Boden weiter. Insgesamt mussten 22 Bodentechniken (Festhalten, Hebel und Würgen) aus wettkampfnahen Ausgangspositionen vorgeführt werden. Unsere Prüflinge gaben alles – vor allem Dirk und Robin: denn sie verpassten Moritz beide bei haargenau der selben Sankagu-Technik mit der Ferse ein Veilchen an der Wange. Aber Indianer kennen keine Schmerzen – ein Kühlakku verhinderte hoffentlich die schlimmsten Schwellungen und weiter gings.

Der 4. und kürzeste Prüfungsteil wartete: Übergang Stand-Boden. Mit klassischen soliden Übergängen wurde auch dieser Part gemeistert.

Der 5. Prüfungsteil – die Nage-no-kata erforderte jetzt vollste Konzentration, denn nun musste jeder Schritt und Griff sitzen. Robin begann und zeigte wohl die Kata seines Lebens. Mit kaum einem Fehlerchen konnte er die Prüfer beeindrucken und erntete ordentlich Applaus von den Zuschauern. Moritz und Dirk hatten zwar mit ein paar Schusselfehlern mehr zu kämpfen, aber zeigten auch eine sehr ansprechende Kata und bekamen ebenso viel Applaus. Der Übungsfleiss hat sich bei allen 3 gelohnt – da spielen kleine Fehler gar keine Rolle, wenn das Gesamtbild stimmt, Uke und Tori harmonieren und es einfach schön ist zuzugucken. Und das war es!

Im 6. Prüfungsteil können die Prüflinge zwischen Demonstration der Spezialtechnik und Selbstverteidigung wählen. Dirk, Moritz und Robin hatten die Selbstverteidigung gewählt und zeigten auch hier ein solides Programm. Unbedingt erwähnt werden sollte die Demonstration des Selbstverteidigungsprogramms der Chemnitzer Sportler. Das war mehr schon eine Show und eine echte Augenweite! Respekt! Damit setzten sie echt Maßstäbe! Aber auch unsere 3 mussten sich nicht verstecken.

Die Prüfer zogen sich nun zur Beratung zurück. Jetzt hiess es nocheinmal warten…. Die Stimmung war jedoch schon gelöst, denn die 3 wussten ja was sie geleistet hatten. Aber die endgültige Bestätigung stand noch aus. Nun hiess es antreten. Die Prüfer bewerteten ihre Matten. Auf Dirks, Moritz und Robins Matte befanden die Prüfer zwar, dass sie von niemandem „gute“ Leistungen gesehen haben, aber dass alle bestanden haben. Und das ist doch aller Ehren Wert – denn immerhin haben sie ja auch nicht gesagt, dass sie gruslige Sachen gesehen haben oder bestürzt waren. Sie waren zufrieden, würde ich sagen. Und das passiert bei den Prüfern des JVS ja auch nicht alle Tage, wie wir wissen…

Nun endlich bekamen die 3 ihre Urkunden und Judopässe und wurden in den Reihen der DAN-Träger begrüsst und von uns freudig beglückwünscht. Der „Jippie-wir-haben-die-DAN-Prüfung-bestanden“-Whiskey wurde aus der Tasche geholt und es wurde gleich erstmal gehörig angestoßen!!!

Sicherlich kann sich nicht jeder vorstellen, wieviel Vorbereitungszeit hinter so einem schwarzem Gürtel steckt (zumindest oder vor allem für uns Freizeitsportler). Und Außenstehende halten einen sicher für verrückt, dass man soviel Zeit investiert – nur für so einen „schwarzen Stofffetzen“. Aber Dirk, Robin und Moritz werden spätestens heute auch fest davon überzeugt sein: es lohnt sich!

Ihr könnt stolz auf eure Leistung sein! Ihr habt es euch wirklich verdient! Ich freu mich für euch!



Herzlichen Glückwunsch
von uns allen!!!

dan-träger mit Urkunden

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