Challenge-Cup Kamenz – 2. Tag U18

11. November 2019 in Wettkampfberichte

Wettkampfberichte

Am 10. November ging es für zwei Weixdorfer Judoka der Altersklasse U18 zum zweiten Wettkampftag des Kamenzer Challenge-Cup. Hannah Lehmann und Nico Liebig hatten im wahrsten Sinne des Wortes in den jeweils vollsten Gewichtsklassen eine echte Herausforderung vor sich!

Hannah, U18/-57 kg (9 Starter)

Hannah ging in der vollsten Frauen-Klasse an den Start. In ihrem Auftaktkampf traf sie auf Wagner (JC Arashi DD, grün) und hatte vor Allem die Aufgabe sich der Größe und Reichweite ihrer Gegnerin zu erwehren. Ein eigener Seoi-Nage-Ansatz wurde von Wagner gekontert, die mit einem Haltegriff am Boden abschließen konnte.

Damit ging es für Hannah in die Hoffnungsrunde, wo sie auf Marschner (Rammenau, blau) traf. In diesem zweiten Duell merkte man deutlich dass Hannah nun ins Turnier gefunden hatte: Trotz einem Waza-Ari-Rückstand für eine ziemlich unklare Kontersituation und einem harten Armhebel-Angriff, den sie mit Bravour abwehren konnte, setzte sich Hannah mit O-Uchi-Gari auf Ippon durch.

Im dritten Kampf ging es gegen Ulbrich (Riesa, blau). Die wiederum deutlich größere Kämpferin konnte er ihre langen Beine gewinnbringend zum Uchi-Mata einsetzen und Hannah auf den Rücken werfen.

Damit war Hannah ausgeschieden, muss sich aber mit ihrer kämpferischen Leistung keineswegs verstecken! In Zukunft gilt es nun an technisch-taktischen Lösungen gegen größere Gegnerinnen zu arbeiten – oder zu wachsen 😉

 

Nico, U18/-66 kg (20 Starter)

Mit 65,9 kg auf der Waage ging Nico in seiner Stamm-Gewichtsklasse -66 kg an den Start, die mit sage und schreibe 20 Startern die teilnehmerstärkste Klasse des ganzen Turniers war (bei 232 Teilnehmern sogar fast 10%!) – da hatte er sich ja was vorgenommen

Und natürlich musste Nico in der Vorrunde ran! Gegen Kirchhoff (JC Leipzig-Stahmeln, grün) war Nico sichtlich noch nicht ganz im Wettkampf angekommen. Trotz eines guten Sumi-Gaeshis ohne Wertung musste er einen Waza-Ari-Rückstand für einen Gegendreher einstecken. Aus der anschließenden Haltetechnik des Gegners konnte er sich wie noch häufiger an diesem Tag kurz vor knapp befreien (meine Nerven!), der zweiten Osae-Komi-Waza musste er sich allerdings beugen.

Damit ging es in der Hoffnungsrunde nun in jedem folgenden Kampf um Hop oder Top – Sieg oder Ausscheiden! Im zweiten Kampf war Nico nun voll da und zeigte Klasse: Im ersten Ansatz brachte er seinen Gegner Ziesch (Bautzen, grün) mit einem Fußwurf zu Fall der Ippon-würdig war, aber nur Waza-Ari erhielt. Aus der direkt folgenden Mune-Gatame-Haltetechnik blieb seinem Gegner aber trotzdem kein Entrinnen. Sieg für Nico!

Und Nico blieb auf der Gewinnerstraße. Gegen Lesch (Zwickau, blau) wurde erst anfangs in einem Haltegriff brenzlig, den Nico erst nach 17 von maximal 20 Sekunden knacken konnte. Danach warf er seinen Gegner aber souverän zweimal mit Sumi-Gaeshi und wurde zum Sieger erklärt.

Im vierten Kampf gegen Gödikmeyer (Rieser, orange-grün) war dann leider Schluss. Eine Waza-Ari-Führung durch Soto-Maki-Komi konnte der Kontrahent mit einer Kontertechnik ausgleichen und Nico anschließend noch in die Festhalte nehmen. Nach 7 von 10 Sekunden entrann Nico zwar, aber sein Gegner war auf Zack und schloss eine Armhebeltechnik an, die Nico zur Aufgabe zwang.

Mit zwei Siegen in vier Kämpfen konnte Nico sich zwar nicht auf dem Treppchen platzieren, aber die gezeigten Techniken und der offensive Kampfstil waren sehenswert und nötigten auch der am Mattenrand beobachtenden Konkurrenz Respekt ab: „Pass auf, gleich macht der wieder Sumi! Das hat der vorhin schon gemacht. Der ist echt stark!“ Hut ab Nico, tolle Leistung! Jetzt musst du dranbleiben denn deine Gegner werden dich in Zukunft kaum noch unterschätzen.

 

Fazit: Die Ergebnisse spiegeln NICHT die Leistungen der beiden Weixdorfer wieder, die in Zukunft sicher noch mehr aus ihrem Potential machen werden. Bei beiden gehen Trainingsfleiß, Siegeswille und die Bereitschaft bei Wettkämpfen auch mal eine Niederlage einzustecken allesamt Hand in Hand und es bleibt zu hoffen dass in Zukunft mehr Nachwuchskämpfer sich den Herausforderungen hochkarätiger Turnier stellen – ihr habt nichts zu verlieren, ihr könnt nur besser werden!

 

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